Page 19 - Unser Magazin | Augabe 2.19
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Verbrennungen sanft kühlen
Egal ob das Bügeleisen, der heimische Grill oder der kochend heiße Tee schuld war: Kühlen Sie leichte Verbrennungen für zehn Minuten unter fließendem Wasser. Es sollte handwarm sein. Kühl-Akkus oder kaltes Wasser können zu Unterkühlungen führen und verringern die Blutzufuhr zum verletz- ten Gewebe. Bei starken oder großflächi- gen Verbrennungen rufen Sie den Notarzt. Wichtig: Vermeintliche Hausmittel wie Öl, Mehl oder Quark verschlimmern die Ver- brennungen nur. Decken Sie Wunden nach dem Kühlen nur locker mit einer sterilen Wundauflage ab.
Stolperfallen beseitigen
Waghalsiges Klettern auf wacklige Stühle, leicht verrutschende Teppiche oder unebe- ne Bodenbeläge erhöhen das Sturzrisiko. Dagegen lässt sich etwas tun: Lose Teppi- che kann man zum Beispiel mit doppelseitigem Klebeband befestigen. Im Bad helfen Haltegriffe und Antirutsch- matten. Festes Schuhwerk verhindert, dass der Gang zum Briefkasten bei regneri- schem Wetter zur Rutschpartie wird.
Vergiftungen
Kleine Kinder stecken sich gern Sachen in den Mund – besonders solche, die wie Süßigkeiten aussehen. Dazu können kleine giftige Beeren aus dem Garten ebenso zählen wie Tabletten, bunte Waschmittel- perlen und glänzende Knopfbatterien. Grundsätzlich sollten daher alle gefährli- chen Substanzen – vom Putzmittel bis zum Nikotinkaugummi – außerhalb der Reich- weite von Kindern aufbewahrt werden. Hat ein Kind – oder auch ein Erwachsener – etwas Giftiges zu sich genommen, rufen Sie zuerst den Notarzt. Während der Warte- zeit kann eine Giftnotrufzentrale (siehe oben rechts) weiterhelfen und individuelle erste Maßnahmen empfehlen. Führen Sie keinesfalls Erbrechen herbei. Gerade bei ätzenden Flüssigkeiten kann das die Situa- tion noch verschlimmern.
Wichtige Telefonnummern: Bei Notfällen: 112
Außerhalb der Praxisöffnungszeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst weiter: 116 117
Bei Vergiftungen geben die Giftnotruf- zentralen in Ihrer Nähe Auskunft. Eine Übersicht findet sich zum Beispiel auf: www.kindergesundheit-info.de
Viele nützliche Tipps zur Unfallprävention:
https:/das-sichere-haus.de
LEBENSHILFE 19
  So wird das Zuhause kindersicher
Kinder, vor allem kleine, sind aus zwei Gründen besonders unfallgefährdet: Erstens können sie Gefahren selbst kaum einschät- zen. Zweitens fällt es Erwachsenen schwer, die Welt aus der Perspektive von Kindern zu sehen. Bereits wenige Zentimeter hohes Wasser, etwa in einem Eimer oder Plansch- becken, kann ausreichen, dass ein Klein- kind darin ertrinkt. Sobald der Kopf unter Wasser ist, verlieren die Kinder die Orien- tierung und können sich dann nicht mehr selbst helfen. Sie sollten darum nie allein in der Badewanne bleiben. Sichern Sie Teiche, decken Sie Regentonnen ab und leeren Sie Eimer mit Wasserresten aus. Außerdem helfen folgende Vorsichtsmaßnahmen im Alltag.
In der Küche: Kinder möchten sehen, was im Backofen backt oder auf dem Herd kocht. Hitzebeständige Gitter an der Back- ofentür schützen kleine Finger. Herdschutz- gitter, die sich an der Arbeitsplatte fest- klemmen lassen, verhindern, dass eine Hand auf die Herdplatte gerät oder das Kind einen Topf herunterziehen kann.
Feuer fasziniert: Ob Kerzen, Streichhölzer oder Feuerzeuge – Flammen ziehen Kinder an, wohl auch, weil mit ihnen Verbote ver- bunden sind. Natürlich sind dies keine Spielzeuge, dennoch sollten Eltern den Kin- dern einen altersgerechten Umgang damit zeigen und ihnen beibringen, was zu tun ist, falls es wirklich einmal zu einem Feuer kommt.
Herabhängende Kabel und Tisch- decken: Kinder sind neugierig. Hängt also eine Schnur vom Tisch, ziehen sie daran, um zu sehen, was passiert. Schlimmsten- falls befindet sich am anderen Ende das heiße Bügeleisen oder der laufende Wasserkocher. Aber auch herabhängende Tischdecken können zur Gefahr werden. Denn vielleicht steht ein heißer Teller Suppe oder eine Tasse Tee auf dem Tisch.
Sicherungen verwenden: Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die die Sicherheit im Haushalt verbessern, von Sicherungen für die Steckdosen über solche, die Schränke und Schubladen geschlossen hal- ten, bis hin zu Fenstersicherungen.
Foto: iStock/Getty Images
















































































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