Page 15 - Unser Magazin 3.19
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 a Die Pflege zu Hause verbessert sich: Hier gelten reine Betreuungsdienste wie etwa Haushaltshilfe, Gesprächeführen, gedächtnisfördernde Beschäftigung oder Spaziergänge künftig als Sachleistungen in der ambulanten Pflege.
a Die Versorgung mit Hebammen wird verbessert. Bei der Suche soll ein Ver- zeichnis im Internet und als App helfen, mit Angaben zur Kontaktaufnahme und zu den Leistungen der Hebammen.
a Die Festzuschüsse für Zahnersatz werden im Oktober 2020 von 50 auf 60 Prozent der Kosten für die Regel- versorgung erhöht.
Mehr Digitalisierung in der Versorgung
a Krankenkassen müssen ihren Versicherten bis spätestens 2021 eine elektronische Patientenakte anbieten. Der Zugriff
auf medizinische Daten soll auch ohne Einsatz der elektronischen Gesundheits- karte mit Smartphone oder Tablet möglich sein.
a Ärzte sollen Arbeitsunfähigkeitsbeschei- nigungen ab 2021 nur noch digital an die Krankenkassen übermitteln.
a In strukturierten Behandlungsprogram- men für chronisch Kranke (DMP) dürfen künftig auch Apps genutzt werden. Unsere Daimler BKK bietet entsprechende Programme unter dem Namen BKK MedPlus an.
Mehr Geld für Ärzte
Eine bessere Versorgung hat ihren Preis: Für zusätzliche Angebote werden die Ärzte höher, das heißt außerhalb ihres Budgets, vergütet, zum Beispiel für die Behandlung neuer Patienten. Leistungen im Akutfall nach Vermittlung durch die Terminservice- stelle werden ebenfalls extrabudgetär be- zahlt. Dazu kommen je nach Geschwindig- keit der Terminbereitstellung weitere Zuschläge.
Ausgaben steigen
Die verbesserte Versorgung ist kosten- intensiv: Der Bundesgesundheitsminister schätzt die Mehrausgaben auf rund 2 Milliarden Euro im Jahr.
116 117: Hier geht’s
zum Bereitschaftsdienst
Krank am Wochenende? Der Bereitschaftsdienst hilft.
Ein vertrautes Bild in vielen Kranken- häusern: Die Notaufnahme ist voll mit Patienten, die Wartezeiten sind entspre- chend lang. Das liegt u. a. daran, dass viele Menschen auch dann in die Notaufnahme gehen, wenn dies medizinisch nicht notwendig ist. Ihre Beschwerden könnten besser in einer herkömmlichen Arztpraxis behandelt werden (unter der Rufnummer 116117 gibt es jederzeit Informationen zu Praxen, die gerade Bereitschaftsdienst haben).
Meist ergeben sich solche Situationen nach Feierabend, an Wochenenden und Feiertagen – wenn die Praxis um die Ecke geschlossen hat. Wer dann einen Arzt braucht, wählt häufig die Notrufnummer oder geht gleich in die Klinik, auch wenn dies bei leichten, harmlosen Beschwerden nicht erforderlich ist. Verhalten sich sehr viele Menschen so, kommt es zu übervollen Wartebereichen in der Notaufnahme. Das ist für die betroffene Person selbst unange- nehm und kann zu einer echten Gefahr für all diejenigen werden, die auf eine schnelle
ärztliche Behandlung angewiesen sind, weil sie in Lebensgefahr schweben.
Mehr zum Thema: www.daimler-bkk.com Webcode 38
AKTUELL 15
   Fälle für den Bereitschaftsdienst:
Wann hilft die 116 117?
Es gibt Erkrankungen, mit denen Sie normalerweise eine Arztpraxis aufsuchen. Ist sie aber geschlossen und kann eine Behandlung aus medizinischen Gründen nicht bis zum nächsten Tag warten, hilft der Bereitschaftsdienst unter 116 117. Die Telefonnummer funktioniert deutsch- landweit ohne Vorwahl; ein Anruf ist für Sie kostenfrei.












































































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