Page 14 - Unser Magazin 3.19
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14 AKTUELL
Check-up
Nur noch alle drei Jahre
Der Check-up 35 heißt jetzt Gesundheits- untersuchung. Diesen medizinischen Check konnten in der Vergangenheit Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre nutzen. Dabei sucht der Arzt auch mithilfe von Labor- werten nach Hinweisen für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Nierenschäden.
Nach einer gesetzlichen Änderung können sich Versicherte jetzt nur noch alle drei Jahre zu dieser Untersuchung anmelden. Was bedeutet das konkret?
Übergangsweise können Versicherte, die 2017 zum letzten Mal beim Check-up waren, bis 30. September 2019 die nächste Untersuchung wahrnehmen.
Für Versicherte ab 35 Jahren, deren letzte Gesundheitsuntersuchung 2018 (oder später) stattgefunden hat, gilt der neue Abstand von drei Jahren. Waren Sie also zuletzt 2018 beim Check-up, können Sie sich ab 2021 wieder untersuchen lassen. Versicherte, die 2019 den Check-up wahr- nehmen, haben 2022 wieder Anspruch darauf.
Neu: Versicherte zwischen 18 und 35 Jahren können einmalig einen Check in Anspruch nehmen.
  Fachärzte müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde anbieten
Was bringt das Terminservice- und Versorgungsgesetz?
Seit Mai ist das Terminservice- und Versor- gungsgesetz (TSVG) in Kraft. Wir haben die
a Fachärzte wie Augen-, Frauen-, Hals- Nasen-Ohren-Ärzte sowie Orthopäden müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde anbie- ten. Dafür ist keine Terminvereinbarung notwendig.
Bessere Versorgung
a Für Hilfsmittel wie Windeln und Gehhilfen gibt es keine Ausschreibungen der Krankenkassen mehr. Das soll die Qua- lität verbessern.
a Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Konservierung von Keimzellgewebe, Ei- und Samenzellen bei jungen krebskranken Erwachsenen, weil einige Krebserkrankungen bzw. deren Behandlung die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Dank der Kostenüber- nahme können sich diese Krebspatien- ten trotzdem um die Familienplanung kümmern.
a Bestimmte Arzneimittel können einer Infektion mit dem HI-Virus vorbeugen. Für Menschen mit erhöhtem Anstek- kungsrisiko übernehmen die gesetzli- chen Krankenkassen die Kosten.
wichtigsten Inhalte für Sie gefasst.
Schneller zum Termin
zusammen-
a Die bestehenden Terminservicestellen werden ausgebaut: Ab Anfang 2020 sind sie rund um die Uhr unter der Ruf- nummer 116 117 erreichbar. Möglich ist dann auch die Vermittlung von Terminen bei Haus- und Kinderärzten. Das Warten auf eine psychotherapeutische Akut- behandlung soll maximal zwei Wochen betragen, auf einen anderen Facharzt- termin höchstens vier Wochen. Termine können künftig auch online oder per App vereinbart werden.
Mehr Sprechstunden
a Die Sprechzeit von niedergelassenen Ärzten muss mindestens 25 Sprech- stunden pro Woche umfassen; Haus- besuche werden dabei mitgezählt.
Fotos: iStock/Getty Images












































































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